Farbgenetik

Genetik ist kompliziert! Nicht nur für Laien, auch die meisten Tierärzte sind mit den genauen genetischen Vorgängen bei den diversen Hunderassen oftmals überfordert. Verschiedene Quellen geben zuverlässig Auskunft über Farbvererbung bei Pudeln. Zu empfehlen sind:

  • John Armstrong – Color Genetics in the Poodle
  • Malcolm B. Willis – Genetik der Hundezucht
  • Andrea Brendemühl-Kappler- buntepudel.de

 

Trotzdem werde ich versuchen eine Kurzfassung für die Farbe black and tan zu geben.

Für die Farbgenetik bei Pudeln sind verschiedene Gene bekannt, wobei einige getestet werden können, bei anderen jedoch ein aussagekräftiger Test noch fehlt. Deshalb ist es sinnvoll, eine Auswahl der für die Farbe relevanten Gene zu treffen.

Bei den Black an tan Pudeln werden sinnvollerweise folgende 3- 4 Gene getestet:

A-Lokus (Agouti), B-Lokus (Fellfarbe braun), E-Lokus (Fellfarbe gelb), K-Lokus.

Kurz gesagt: es braucht min. 3 Gene die passen müssen, damit es zur black and tan Färbung kommt.

Weitere Informationen unter Laboklin

 

Alle unsere Hunde sind farbgenetisch getestet.

 


Black and tan

 

Seit dem 5. März 2016 sind die Mehrfarbenpudel national anerkannt und vom SPC betreut

 

Art.4.11 des Zuchtreglementes SPC

 

1. Mehrfarbenpudel werden weiterhin im Anhangregister des SHSB eingetragen.

2. Pudel OHNE Ahnentafeln von FCI anerkannten Verbänden oder OHNE 3 lückenlos ausgewiesene Ahnengenerationen werden vor einer allfälligen Eintragung ins Anhangsregister des SHSB an einer offiziellen ZZP des SPC von einem SKG-anerkannten Rasse- oder Gruppenrichter begutachtet. Das Gesuch für die Eintragung ins Anhangsregister ist an der AAZ der SKG zu richten, der auch den entgültigen Entscheid über die Eintragung fällt.

3. Die Zucht der Mehrfarbenpudel erfolgt nach dem Zuchtreglement des schweizerischen Pudelclubs SPC und dem Rassestandard 172 der FCI.

4. Vom SPC zuchttauglich geschriebene Hündinnen und Rüden dürfen nur mit nicht in der Schweiz zuchttauglich geschriebenen Mehrfarbenpudeln verpaart werden, wenn diese dem Anforderungen des SPC entsprechen

5. Der Aufbau einer eigenen Zuchtstätte erfolgt nach den Vorgaben der SKG.

6. Mehrfarbenpudel dürfen nun auch in der Schweiz an allen von der SKG geschützten Ausstellungen gezeigt werden und können Anwartschaften auf den Schweizer Jugend Schönheits-Champion, auf den Schweizer Schönheits-Champion und den Schweizer Veteranen Schönheits-Champion holen. Mehrfarbenpudel in Schweizer Besitz müssen im Anhangsregister des SHSB eingetragen sein, damit sie in der Schweiz ausgestellt werden dürfen.

7. Mehrfarbenpudel sind in der Schweiz national anerkannt, aber sie sind weiterhin NICHT von der FCI anerkannt.

8. Im Sporthundebereich (TKGS und TKAMO) dürfen Mehrfarbenpudel an Schweizermeisterschaften, nicht aber an Weltmeisterschaften starten.